Mit einem gebrauchten Segel- oder Motorboot kann jeder auch ohne ein dickes Portmonee zum Kapitän werden. Die besten Angebote für gebrauchte Boote werden meist vor Ort ausgehangen. Dort hat man dann den Vorteil sich über den Zustand des Bootes sofort informieren zu können.
Bei einem Kauf eines Bootes im Internet muss vorher ein Besichtigungstermin vereinbart werden. Ist von Händler oder Maklergebühren die Rede sollte man sich weitere Angebote einholen. Diese Gebühren sind nicht extra nötig, da es auch viele seriöse Angebote gibt.
Bei Booten deren Rumpf aus GFK ist muss die Hülle auf Risse und
Schadstellen überprüft werden, sind welche vorhanden sollte vom Kauf
Abstand genommen werden. Ebenso bei Schadstellen im Eigenschutzanstrich
des Bootes, wenn ein Neuanstrich vor dem Kauf nicht vereinbart werden
kann. Ist dieser nämlich gerissen setzten dort Algen an und diese
lassen sich so gut wie gar nicht mehr entfernen. Der Eigenschutzanstrich eines Bootes ist auch sehr Kostenintensiv. Mit Gebrauchsspuren im Innenraum sollten Preisnachlässe vereinbaren werden.
Die Segel der Segelboote sollte man sich komplett zeigen lassen und auf Risse oder bereits dünnen Stoff überprüfen. Eine Probefahrt muss unbedingt erfolgen. Damit bei einem Motorboot die Defekte des Motors gleich bemerkt werden können. Sie sollten auch nicht zu alt sein, da Motoren von Booten so gut wie nie geschont werden. Sobald man raus ist aus der Bucht mit den begrenzten Km/H wird Vollgas gefahren. Bei einem Motorboot muss ab einer Motorleistung über 5 PS ein Führerschein vorhanden sein.
Weiterhin sollte vor dem Kauf das Scheckheft geprüft werden. Wenn kein Scheckheft vorhanden ist kann man sich auch die Reparaturrechnungen vorlegen lassen. Auch muss man sich erkundigen für welche Gewässer das Boot zugelassen und geeignet ist. Genauso ob es einen Anlegeplatz oder einen Unterstand zur Überwinterung gibt. Bei Binnengewässern gibt es meist eine begrenzte Anzahl der Zulassungen. Wenn die Stückzahl vergeben ist kann nur noch eine Tageszulassung erfolgen. Bei Gebrauchtbooten für ein Binnengewässern sollte deshalb die Zulassung vorhanden sein. Beim Kauf
eines Bootes im Ausland muss auch auf die Mehrwertsteuer geachtet werden. Diese muss nämlich in einem EU-Land bezahlt werden, wenn das Boot in einem EU-Land schippern soll. Importierte Boote müssen ein CE –
Zertifikat haben. Dieses beweißt dass die Bau- und Ausrüstungsvorschriften der EU eingehalten wurden. Natürlich muss vor dem Kauf vieles berücksichtigt werden. Doch mit dem eigenem Boot bei Sonnenschein ein bisschen zu schippern z.B. im Yachthafen in Rovinj, die Seele baumeln und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen macht den ganzen Aufwand wieder wett. Ein weiterer Tipp zum Thema Motoryachtschein und Sprachkurs


